„Wie lautet nochmal das WLAN-Passwort?“ – diese Frage kennt jeder, der Gäste hat. Mit einem WLAN-QR-Code ist sie erledigt: Gäste scannen mit der Kamera, das Telefon verbindet sich automatisch. In diesem Leitfaden erstellen Sie den Code in zwei Minuten – mit besonderem Augenmerk auf Fritz!Box und Telekom Speedport, den zwei verbreitesten Routern in deutschen Haushalten.

So funktioniert der WLAN-QR-Code

Der Code speichert das standardisierte WIFI:-Format, das iOS und Android nativ verstehen:

WIFI:T:WPA;S:Netzname;P:Passwort;H:false;;

Enthalten sind Netzwerkname (SSID), Passwort und Verschlüsselungsart. Die Kamera-App erkennt den Code, das Telefon fragt kurz nach Bestätigung – verbunden. Keine App, kein Konto, kein Tippen.

Schritt für Schritt: WLAN-Code erstellen

  1. Öffnen Sie den WLAN-QR-Code Generator.
  2. Tragen Sie den Netznamen ein. Bei der Fritz!Box finden Sie ihn auf der Unterseite des Routers oder in der Oberfläche unter „Internet → Netzwerk“. Wichtig: exakt schreiben, auch Leerzeichen und Umlaute („Gäste-WLAN“).
  3. Geben Sie das WLAN-Passwort ein. Bei Fritz!Box steht es auf dem Aufkleber am Router, sofern Sie es nicht geändert haben – bei Speedport-Modellen ebenfalls auf der Rückseite.
  4. Wählen Sie die Verschlüsselung: In fast allen Fällen WPA/WPA2 bzw. WPA3. Nur bei sehr alten Geräten WEP.
  5. Haken bei „verstecktes Netz“ nur setzen, wenn Ihr Router den Netznamen tatsächlich nicht sendet.
  6. Vorschau prüfen, als PNG herunterladen – fertig.

Router-spezifische Besonderheiten

Fritz!Box (7590, 7530, 6660 & Co.)

  • Fritz!Box-Gäste können Sie über den separaten Gastzugang ins Internet lassen. Für WLAN-Einwahl braucht der Code jedoch den Namen und das Passwort des Haupt- bzw. Gast-WLAN – beides finden Sie in der Fritzbox-Oberfläche unter „WLAN“.
  • Ändern Sie regelmäßig das Passwort, wenn Gäste häufig kommen: Fritz!Box-Netze lassen sich jederzeit neu benennen oder sperren, ohne den Code zu erneuern – es sei denn, das Passwort selbst ändert sich.

Telekom Speedport

  • Die Speedport-Serie sendet häufig zwei Netzwerke (2,4 und 5 GHz) mit unterschiedlichen Namen. Für Gäste empfiehlt sich das 2,4-GHz-Netz – größere Reichweite, genügend Tempo für Surfen und Videocalls.
  • Passwort und SSID stehen auf dem Typenschild auf der Router-Unterseite.

Fritz!Box Gastzugang und Gäste isolieren

Wer Gäste ins WLAN lässt, sollte wissen: Wer das WLAN-Passwort hat, liegt im selben Netzwerk wie private Geräte. Zwei Möglichkeiten der Absicherung:

  • Das Gastzugangs-WLAN der Fritz!Box nutzen: separater Netzname, separaten Passwort, Isolation aktiviert. Für diesen Netznamen dann den Code erstellen.
  • Geräte in eine ** eigene VLAN-Struktur** legen (fortgeschritten, NAS und Smarthome voraussetzend).

Ein eigener WLAN-Code pro Netz ist der einfachste Weg: einer für die Familie, einer für Gäste.

Platzierung und Sicherheit

  • Wo: Auf dem Esstisch, im Flur, im Homeoffice-Eingangsbereich – gut sichtbar, aber nicht im öffentlichen Straßenraum, falls das Netzwerk nicht isoliert ist.
  • Wie groß: Ab 3 cm Kantenlänge scannt zuverlässig jedes Smartphone. Für Tischkarten genügt 2,5 cm.
  • Beschriftung: Schreiben Sie daneben, was passiert: „WLAN verbinden – scannen und los“. Gastgeber, die nur einen QR-Code ohne Erklärung zeigen, erleben häufigere Fehlscans.
  • Passwortwechsel: Jede Passwortänderung macht den Code ungültig. Notieren Sie, wo Sie den Code verteilt haben – digitaler Neudruck kostet zwei Minuten mit dem WLAN-Generator.

Was Gäste sehen

Nach dem Scannen erscheint je nach Gerät eine Bestätigung („Mit ‚Fritz!Box Gastzugang‘ verbinden?“). Erst mit diesem Tap verbindet sich das Gerät – ein Sicherheitsmerkmal des Standards, kein Fehler. Auf älteren Android-Geräten ohne Kamera-QR-Unterstützung genügt ein beliebiger QR-Scanner aus dem Store.

Alternative: WLAN per Freitext-Code

Manche Gäste scannen lieber mit einem speziellen Scanner oder wollen den Text sehen. Für sie eignet sich der Freitext-Code: Dort legen Sie Netzname und Passwort als Klartext ab – weniger elegant, aber universell lesbar.

Häufige Fragen

Funktioniert der Code mit jedem Router? Der Code speichert nur die Zugangsdaten – Router-Hersteller sind egal. Fritz!Box, Speedport, Vodafone Station, AVM, FRITZ!Box-Repeater und Mesh-Geräte funktionieren identisch.

Können Gäste den Code ausdrucken und mitnehmen? Technisch ja. Bedenken Sie: Wer das Passwort besitzt, hat Netzwerkzugang. Für Ferienwohnungen lohnt sich ein regelmäßig wechselndes Passwort.

Warum verbindet mein iPhone nicht automatisch? Prüfen Sie, ob der Netzname exakt übereinstimmt – besonders Leerzeichen und Umlaute sind die häufigste Fehlerquelle. Der Generator zeigt die Ziel-Konfiguration vor dem Download als Klartext an.

Braucht das Telefon Internet für den Scan? Nein. Der Code wird vollständig lokal ausgewertet; erst die spätere Internetnutzung braucht Verbindung.

Weiter geht es mit dem zweiten Klassiker deutscher Haushalte: dem SEPA-GiroCode für Überweisungen – oder Sie testen direkt den WLAN-Generator.