In sechs Schritten zum fertigen QR-Code
- Ziel festlegen: Was soll nach dem Scan passieren – Webseite öffnen, Kontakt speichern, WLAN verbinden, überweisen? Daraus folgt der QR-Typ.
- QR-Typ wählen: Oben in der Typ-Auswahl oder direkt über die Links in dieser Anleitung den passenden Generator öffnen.
- Daten eingeben: Die Vorschau aktualisiert sich bei jedem Tastendruck live. Bei Formularen mit Prüfungen (z. B. SEPA-IBAN) weist der Generator direkt auf Fehler hin.
- Gestalten: Farben, Punkte-Form, Ecken, Logo und Rahmen anpassen. Achten Sie auf Kontrast –Details siehe unten.
- Herunterladen: PNG für Bildschirme und einfache Drucke, SVG als Vektorformat für professionelle Druckereien und große Formate.
- Testen: Vor jeder Auflage mit mindestens zwei verschiedenen Smartphones scannen – die Kamera-App reicht völlig.
Alle QR-Typen im Überblick
Jeder Typ erzeugt einen standardisierten Inhalt, den Smartphones ohne App verstehen:
| Typ | Format | Wofür er geeignet ist |
|---|---|---|
| Webseite / URL | https://… | Der Allrounder: führt zu jeder Adresse – Speisekarte, Formular, Produktseite. Ideal für Flyer, Plakate und Verpackungen. |
| WLAN-Gastzugang | WIFI:T:WPA;S:…;P:…;; | Speichert Netzname und Passwort im Standardformat: Gäste verbinden sich mit einem Scan statt Passwort zu tippen. Funktioniert mit Fritz!Box, Speedport und jedem Router. |
| Visitenkarte (vCard) | BEGIN:VCARD… | Überträgt den kompletten Kontakt in die Adressbuch-App des Smartphones – der Klassiker für Visitenkarten und Messeauftritte. |
| SEPA GiroCode | BCD… (EPC069-12) | Der offizielle Überweisungs-QR-Code nach EPC-Standard: Empfänger, IBAN und Betrag werden von jeder Banking-App in Deutschland übernommen. |
| Termin / Kalender | BEGIN:VEVENT… | Legt Veranstaltungen direkt im Smartphone-Kalender ab – inklusive Erinnerung. Perfekt für Vereinsfeste, Elternabende und Messen. |
| Paket-Abstellort | Text-Hinweis für Boten | Spezialisierter Textcode mit Empfänger, Ablageort und Dienstleistern (DHL, Hermes, Amazon, DPD) – der Bote liest ihn ohne App. |
| SMS | sms:+49…?body=… | Öffnet den SMS-Editor mit Empfänger und vorbereiteter Nachricht – Bestellanfragen am Tisch, auf Preisschildern oder Flyern. |
https://wa.me/… | Startet direkt einen Chat über die wa.me-Adresse – für Beratung und Support ohne eigenen Nachrichtendienst. | |
| Standort auf Karte | https://google.com/maps/… | Öffnet die Koordinaten in Google Maps – der zuverlässigste Wegweiser für Hauspartys, Hofeinfahrten und Veranstaltungsorte. |
| Telefonnummer | tel:+49… | Ein Tap genügt: Der Code löst den Anruf aus – sinnvoll für Notdienste, Lieferdienste und Türschilder. |
mailto:…?subject=… | Bereitet eine vollständige E-Mail vor (Empfänger, Betreff, Text) – ideal für Support- und Anfrageadressen. | |
| Freitext | Beliebiger Text | Speichert reinen Text: Zutatenlisten, Hinweise, WiFi-Pässe für Keller oder Ferienwohnung – offline lesbar. |
Statische vs. dynamic QR-Codes
Der Generator erzeugt statische Codes: Der Inhalt steckt vollständig im Code selbst oder in der hinterlegten URL. Sie sind dauerhaft gültig, ohne Registrierung nutzbar und werden niemals abgeschaltet. Der Nachteil: Der Inhalt lässt sich nach dem Druck nicht mehr ändern.
Dynamische Codes speichern stattdessen eine Kurz-Adresse, auf der Sie das Ziel jederzeit ändern können – nötig für Tracking oder häufig wechselnde Ziele. Wenn Sie eine stabile Adresse (z. B. ihre-website.de/speisekarte) von Anfang an festlegen, brauchen Sie für die meisten Anwendungsfälle keinen dynamischen Code. Details dazu im Blog: Statische vs. dynamische QR-Codes.
Gestaltung: Farben, Logo und Rahmen
- Kontrast ist Pflicht: Dunkle Module auf hellem Grund. Grau auf Creme scheitert bei vielen Kameras.
- Markenfarben mit Bedacht: Starke Farben funktionieren, solange der Hintergrund deutlich heller bleibt. Der Generator warnt bei zu geringem Kontrast.
- Logo bis 25 %: Logos im Zentrum sind möglich – bis etwa einem Viertel der Fläche und mit hoher Fehlerkorrektur (Stufe H), sonst wird der Code unlesbar.
- Rahmen mit Aufforderung: Ein Rahmentext wie „Hier scannen“ erhöht die Scan-Rate deutlich, weil Gäste sofort wissen, wofür der Code gut ist.
Drucken & Platzieren: die Regeln
| Einsatzort | Mindestgröße | Betrachtungsabstand |
|---|---|---|
| Visitenkarte, Tischkarte | 2,5 cm | Armeslänge |
| Flyer, Aushang | 4 cm | 30–50 cm |
| Plakat, Fensterbeschriftung | ab 12 cm | 1–3 m |
| Fahrzeug, Außenschild | ab 15 cm | 3–5 m |
- Ruhezone: Der helle Rand um den Code darf nicht beschnitten oder mit Text gefüllt werden.
- Matte Oberfläche: Glänzendes Laminat und Glasscheiben erzeugen Spiegelungen – der häufigste Grund für Fehlscans.
- Handlungsaufforderung: Ohne Hinweistext sinkt die Nutzung erfahrungsgemäß drastisch. Formulieren Sie konkret: „Speisekarte öffnen“ statt „Mehr Infos“.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
- Zu kleine Codes: Unter 2,5 cm scheitern viele Geräte. Im Zweifel größer drucken.
- Beschädigte Module: Falzstellen, Stempel oder Klebeband auf der Codefläche machen Codes unlesbar.
- Zu lange Ziele-URLs: Sehr lange Adressen erzeugen dichte Codes, die schlechter scannen. Kurze URLs sind robuster.
- Kein Test: Scannen Sie jeden gedruckten Code – mit der Kamera-App und einer zweiten App.
Die vollständige Diagnose-Liste finden Sie im Blog: 8 häufige Gründe, warum ein QR-Code nicht funktioniert.
Häufige Fragen zum Generator
Kostet die Nutzung etwas? Nein. Alle QR-Typen sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Laufzeitbegrenzung.
Werden meine Daten hochgeladen? Nein. Die Codes werden vollständig in Ihrem Browser berechnet – sensible Angaben wie WLAN-Passwörter oder IBANs verlassen Ihr Gerät nie.
Kann ich Codes kommerziell verwenden? Ja. QR-Codes sind eine offene Norm; es gibt keine Lizenzgebühren für die Nutzung der Codes selbst.
Funktionieren die Codes dauerhaft? Statische Codes verfallen nicht und benötigen keinen Server – vorausgesetzt, die hinterlegte Adresse bleibt erreichbar.